Schimpansen attackieren Studenten


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30.06.2012


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Sie packten ihn an den Füßen und zerrten ihn ins Gehege. Ein junger US-Amerikaner wurde in Südafrika von zwei Schimpansen attackiert und schwer verletzt. Der Angriff ereignete sich in einem Schutzgebiet, das die Primatenforscherin Jane Goodall mitgegründet hat.

 

Johannesburg - Zwei Schimpansen haben einen Studenten aus den USA angegriffen und schwer verletzt. Der 26-Jährige führte eine Touristengruppe durch ein Schutzgebiet für die Menschenaffen in Südafrika, das von der britischen Primatenforscherin Jane Goodall mit gegründet wurde. Er stand dabei so nah am Elektrozaun des Geheges, dass die Schimpansen seine Füße packen und ihn unter dem Zaun durchziehen konnten, berichtete die Nachrichtenagentur AP.

Die Tiere bissen den Studenten in Gesicht und Hände. Nach Angaben der südafrikanischen Tageszeitung "Beeld" verlor er dabei Teile eines Ohrs und einige Fingerglieder. Der Manager des Parks verscheuchte die Tiere mit Schüssen. Der junge Mann wurde in einem nahen Krankenhaus in Mbombela im Nordosten des Landes operiert. Am Samstag war sein Zustand immer noch kritisch.

Der Student macht in Texas einen Master in Anthropologie und Primatologie und hielt den Touristen am Donnerstag einen Vortrag. Seine Mutter sagte, ihr Sohn habe seit Mai in Südafrika mit Schimpansen gearbeitet. Seit der siebten Klasse sei er von den Tieren begeistert. Das Risiko sei ihm bewusst gewesen. "Er würde niemals einen Schimpansen dafür verantwortlich machen", zitierte AP die Frau. "Wenn alles überstanden ist, geht er wieder zurück."

Die Menschenaffen sind in Südafrika eigentlich nicht heimisch. Das Jane Goodall Institute Chimpanzee Eden nimmt Schimpansen auf, die in anderen Gegenden Afrikas illegal als Haus- oder Zirkustiere gehalten wurden oder als Wildtierfleisch verkauft werden sollten.

Manche Affen hätten schreckliche Erfahrungen gemacht, berichteten Verantwortliche des Parks. Einer der Schimpansen, die den Studenten angegriffen haben, sei 1996 aus Liberia gekommen, wo sein Besitzer ihn in Menschenkleidung gesteckt, sein Fell rasiert und ihm beigebracht habe, am Tisch mit Messer und Gabel zu essen.

Das Schutzgebiet schloss nach der Attacke vorübergehend. "Wir hatten noch nie einen solchen Vorfall", sagte Geschäftsführer David Oosthuizen. Doch Schimpansen seien wilde Tiere, die ihr Territorium verteidigten. Wenn sie sich bedroht fühlten, könnten sie aggressiv werden. Nun schaue man, wie man die Sicherheit so verbessern könne, dass so eine Tragödie nicht wieder vorkomme.

 

Auch Menschenaffen haben kulturelle Eigenheiten

11.05.2012


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Leipzig (dpa) - In einem Dorf so, im nächsten schon ganz anders - kulturelle Eigenheiten sind typisch menschlich. Leipziger Forscher haben jetzt entdeckt: Auch bei Schimpansen gibt es kulturelle Unterschiede zwischen Nachbarn.

 

In einem westafrikanischen Nationalpark knacken die Affen gern Nüsse, nutzen dabei aber in den einzelnen Gruppen verschiedene Werkzeuge. Das berichten Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie, die im Taï-Nationalpark an der westafrikanischen Elfenbeinküste drei benachbarte Schimpansen-Gruppen beobachtet hatten. Die Studie ist im Fachmagazin "Current Biology" veröffentlicht.

Das Team um Lydia Luncz hatte vor allem interessiert, ob die Schimpansengruppen unterschiedliches kulturelles Verhalten zeigen, obwohl sie unter ähnlichen Umweltbedingungen leben und genetisch kaum verschieden sind. "Beim Menschen sind kulturelle Unterschiede ein essenzieller Teil dessen, was benachbarte, in sehr ähnlichen Umweltbedingungen lebende Gruppen unterscheidet", wird Luncz in einer Mitteilung zur Studie zitiert. Eine sehr ähnliche Situation sei nun bei den Schimpansen (Pan troglodytes verus) des Taï-Nationalparks gefunden worden.

Analysiert wurde von den Forschern, welche Werkzeuge die 45 Mitglieder der drei Gruppen zum Nüsseknacken bevorzugten. Die Tiere knacken Nüsse des Baums Coula edulis mit Stein- oder Holzhämmern und verwenden Baumwurzeln als Ambosse. Je nach Härtegrad der Nüsse, der im Laufe der Saison abnimmt, wechseln sie die Werkzeuge - und verwenden je nach Gruppe unterschiedliche Hämmer. Zwei Gruppen gingen während der "Erntezeit" von Stein- zu Holzhämmern über, verwendeten aber jeweils unterschiedliche Größen. Die dritte Gruppe benutzte durchgängig große Steinhämmer.

Die Verfügbarkeit von Stein- und Holzhämmern war in den Territorien der drei Gruppen gleich, ebenso die Beschaffenheit der Nüsse. "Unsere Studie zeigt, dass es feine kulturelle Unterschiede zwischen benachbarten Schimpansengruppen gibt, die sich denselben Lebensraum teilen", erklärte Lydia Luncz. Ähnlich wie die Menschen könnten auch Schimpansen kulturelles Wissen abrufen, um Herausforderungen zu lösen und dies an folgende Generationen weitergeben.

"Ich werde im Dezember wieder an die Elfenbeinküste fahren, um weitere Fragen zum Werkzeuggebrauch und zur Kultur bei Schimpansen zu beantworten", sagte Luncz. Dann solle es darum gehen, welche der drei Gruppen den effizientesten Weg gefunden hat, Nüsse zu knacken. "Auch wollen wir uns mit sozialem Lernen beschäftigen und die Frage beantworten, ab welchem Alter Jungtiere, die das Knacken lernen, mit der Gruppe konform sind."


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Zoo Hannover - Schimpanse ausgebrochen

07.05.2012

 

Im Zoo Hannover hat es einen Zwischenfall mit einem Schimpansen gegeben. Wie eine Sprecherin mitteilte, war ein männliches Tier nach einem Rangordnungskampf auf die Umrandung des Schimpansengeheges gelangt. Beim Weg vom Außen- ins Innengehege war es am Sonnabend zu einem Streit unter den Affen gekommen.

Als "Toto" von dem älteren Männchen der Schimpansengruppe lautstark in seine Schranken gewiesen wurde, verlieh ihm seine Angst offenbar Flügel. Mit einem Satz sprang der Schimpanse über den fünf Meter tiefen und rund vier Meter breiten Graben, der die Besucher von den Tieren trennt.
"Er weiß jetzt theoretisch, wie er ausbüchsen kann"

Nach Angaben des Pflegers Klaus Meyer rutschte Toto dann aber nach wenigen Augenblicken von selbst wieder in den Graben und kehrte zu seiner Familie zurück - die bereits gezückten Narkosegewehre der Zoologen kamen nicht zum Einsatz. "Der kleine Schimpanse 'Toto' weiß jetzt theoretisch wie er ausbüchsen kann - das heißt: wir müssen uns jetzt was überlegen", sagt Meyer.

 

Der Pfleger der Menschenaffen wird nun gemeinsam mit weiteren Zoomitarbeitern die Anlage sicherheitstechnisch überprüfen. Der kleine Ausreißer muss in der Zwischenzeit auf seinen Auslauf im Innengehege verzichten. Bis die Anlage verändert wird, bleibt Toto erst einmal hinter den Kulissen, wie Meyer mitteilte.

Ein Lob vom Pfleger gab es für die Besucher. Sie alle haben die Ruhe bewahrt.

 


Quelle - Zoo Osnabrück, 10.02.2012

Eine neue Mutter für Schimpansenbaby "Nayla"

Am 15. Januar 2012 kam im Zoo Osnabrück ein Schimpansenmädchen zur Welt. Doch Mutter Vakanga nahm das Kind nicht an. Drei Tage lang versuchten die Tierpfleger eine Lösung zu finden, sodass das Schimpansenbaby in der Gruppe versorgt wird. Bis sich schließlich eine Adoptivmutter fand.

Bei der offiziellen Pressekonferenz berichtete Tierpfleger und Revierleiter Wolfgang Festl: „Als wir Sonntagmorgen in den Schlafbereich der Schimpansen kamen, sahen wir gleich, dass die 17jährige Schimpansenfrau Vakanga ihr Junges entbunden hatte. Wir ließen die Gruppe zunächst in Ruhe, damit sie die neue Situation meistern konnten. Doch als wir gegen 11 Uhr wieder vorbei schauten, sahen wir, dass das Baby nicht mehr bei der Mutter war, sondern der 8jährige Schimpansenjunge Kume das Kleine bei sich trug.“ Die Sorge bei den Tierpflegern war groß: Wollte die Mutter das Baby nicht annehmen? Die Vermutung: Vakanga habe das Baby weg gelegt, weil sie es nicht wolle, und da sie die Dominanteste in der Gruppe ist, habe sich niemand außer dem pubertierenden Kume getraut, das Baby zu nehmen.
Kume kümmert sich um das Baby

Den ganzen Sonntag über beobachteten die Tierpfleger die nun 10köpfige Schimpansengruppe genau. „Kume kümmerte sich rührend um das Baby, trug es mit sich rum, putzte es und steckte ihm ab und zu den Finger in den Mund – zur Beruhigung“, erinnerte sich Festl. Die Tierpfleger, Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder und die aus dem Urlaub per Telefon zugeschaltete Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg griffen zunächst nicht in das Geschehen ein. „Wir hatten die Hoffnung, dass die Mutter doch noch ihr Kleines annimmt. Grundsätzlich haben Jungtiere ein enormes Energiedepot, sodass sie, wenn man sie warm hält, einige Tage ohne Nahrung überleben können“, erläuterte Dr. Klomburg das Vorgehen.
Milch für das Baby

Als am Montag das Jungtier immer noch von Kume umsorgt wurde, versuchten die Tierpfleger von außerhalb des Geheges dem Schimpansenbaby Milch zu reichen. Wolfgang Festl und sein Team bauten das Gitter im Schlafbereich der Schimpansen so um, dass sie eine Flasche durchreichen konnten. „Unser Plan war, entweder die Flasche der Kleinen selbst zu geben, wenn Kume mit dem Baby am Gitter sitzt, oder Kume zu erklären, dass er die Flasche dem Baby geben soll. Schimpansen lernen durch beobachten und hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte Kume das bestimmt begriffen“, äußerte sich Festl überzeugt. Angesichts des Zeitdrucks blieben jedoch die Bemühungen der Tierpfleger – sie fütterten sich vor Kumes Augen gegenseitig mit der Flasche oder nutzten eine Puppe, um ihm den Vorgang zu zeigen – erfolglos.
Ein neuer Versuch

Dienstagabend legte Kume das Baby endlich zur Seite und die Tierpfleger konnten es zufüttern. Innerhalb weniger Minuten saugte es aus der Flasche 50 Milliliter Muttermilch aus dem Krankenhaus. „Das Baby erschien kräftig und willens zu überleben“, erinnerte sich Festl. Die Tierpfleger gaben die Hoffnung nicht auf, dass sich die Mutter dem Tier annimmt und legten das Kleine auf Stroh direkt vor die Schiebertür zu der Schimpansengruppe. Sie zogen sich zurück und drückten die Daumen, dass die Mutter das Baby endlich aufnahm. „Wir wollten alles versuchen, das Baby wieder in die Gruppe zu integrieren. Eine Handaufzucht war für uns keine Lösung, denn bei so sozialen und intelligenten Tieren, wie den Schimpansen, ist es fast unmöglich, das Tier nach mehreren Jahren in menschlicher Obhut wieder in die Gruppe zu integrieren. Da kommt es zu vielen Konflikten und der Schimpanse leidet,“ erläuterte Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder.
Ein Happy-end für Nayla

Als die Tierpfleger kurze Zeit später wieder nach der Gruppe schauten, gab es eine große Überraschung: Das Baby war fort, aber nicht Mutter Vakanga hatte das Baby an sich genommen, sondern Schimpansenweibchen Vanessa trug den Nachwuchs plötzlich am Bauch – und ihre zweijährige Tochter Lila thronte auf ihrem Rücken. Da Schimpansen ihre Kinder über drei Jahre lang mit Milch versorgen, konnte Vanessa den neuen Nachwuchs auch säugen. „Inzwischen herrscht wieder Alltag in der Gruppe. Die kleine Lila war anfangs etwas beleidigt, dass sie die Aufmerksamkeit ihrer Mutter nun mit jemandem teilen muss. Und Kume brauchte erstmal viel Schlaf, nachdem er sich so lange um die Kleine gekümmert hatte“, berichtete Festl lachend. Lila und die kleine Nayla, wie die Tierpfleger das Schimpansenmädchen tauften, trinken nun manchmal sogar zu zweit zeitgleich bei Vanessa. Es scheint, als wenn es im Schimpansenhaus im Zoo Osnabrück doch noch ein Happy-End für Nayla gibt. Einzige Sorge des Zoos: „Nayla hat nicht die Erstmilch der Mutter erhalten, die sehr viele Antikörper enthält und das Immunsystem der Tierbabys aufbaut. Es könnte also sein, dass Nayla anfälliger für Krankheiten wird. Aber wer weiß, bei so viel Lebenswille, ist Nayla vielleicht doch gut ausgerüstet für ein langes, gesundes Leben,“ so Zoodirektorin Dr. Klomburg.