derStandard 22.Dezember2009

Happy End für das Haus der Affen

Fünf Jahre nach dem Konkursdes Safariparks Gänserndorf wurde doch noch eine Bleibe für 44 ehemalige Versuchsschimpansen gefunden. In Gänserndorf entstehen neue Gehege.  2009 Gnadenhof: Im Februar des Jahres wird schließlich Kontakt mit Michael Aufhauser,dem Betreiber der Gut-Aiderbichl-Gnadenhöfe aufgenommen. Kurz vor Weihnachten gibt es eine Einigung. 2010 Altersruhesitz: Im Juli sollen die Affen in die neuen Gehege einziehen, die in Gänserndorf entstehen. (red)

telegraaf.nl – 27. Okt. 2009

Schimpansen emigrieren nach Spanien
Almere. Zehn Schimpansen der Stiftung AAP ziehen in der nächsten Woche nach Spanien um. Die Affen leben bereits Jahre zusammen in Almere. Im spanischen Villena kommen sie in das neue Auffangzentrum Primadomus, wo die mißhandelten Tiere die Ruhe und den Platz kriegen, die sie verdienen. Primadomus ist eine Auffangstelle für ausrangierte Affen, für die in Zoos kein Auffang mehr möglich ist. Alle zehn Affen haben eine dramatische Vergangenheit. Einer der Affen saß jahrelang an einer viel zu kurzen Kette in einer Autoverschrottung in Portugal. Ein anderer Affe lebte in einem finsteren Keller in seinem eigenen Schmutz. In den vergangenen Monaten haben sich die Affen schon an ihre spanischen Tierpfleger gewöhnen können. Tierärzte und Verhaltensexperten haben die Tiere auf ihren Umzug vorbereitet.

echo.nl – 26. Okt. 2009
Abschied von den Schimpansen der Stiftung AAP
Almere. Primadomus, das neue Auffangzentrum der Stiftung AAP in Spanien, wird demnächst eröffnet. Hiermit geht ein lang gehegter Wunsch der Stftung AAP in Erfüllung. Die ersten Bewohner sind die zehn Schimpansen von »Donkeys Gruppe« in Almere. Vor ihrem Umzug nach Spanien wollten aber erst noch einige Menschen Abschied von ihnen nehmen. Die Paten von Donkey, Bob, Achille, Peggy, Babsie, Sita, Prudence und Anna waren eingeladen, um am Sonntag die Schimpansen noch einmal zu besuchen. Die Gesellschaft von zehn Schimpansen zieht diese Woche per Lastwagen in ihre neue Unterkunft in Primadomus zu Villena in Spanien. Die Gruppe lebt bereits Jahre miteinander vertraut zusammen in Almere. Es ist schwierig, Schimpansen in bestehenden Parks und Tiergärten neu unterzubringen. Durch den Bau von Primadomus in Spanien ist nun auch für diese Schimpansen ein ständiges Zuhause geschaffen worden.

Schimpansin Bangi (Bergzoo Halle) wieder in Leipzig
Am heutigen Vormittag wurde unsere Schimpansin Bangi erneut in den Zoo Leipzig gebracht. Hier soll in den nächsten Tagen eine nochmalige Vergesellschaftung mit dem Leipziger Schimpansenmann Unyoro versucht werden. Bangi und Unyoro waren im März diesen Jahres getrennt worden, da Unyoro Bangi bei Streitereien ernsthaft verletzt hatte. Bangi hat den Transport nach Leipzig gut überstanden und die kommenden Tage werden zeigen, ob die Tiere sich wieder vertragen oder nicht.


1tv.ru – 4. Okt. 2009
Mitarbeiter des Zoos Rostow mussten Affenkindern die Eltern ersetzen
Julija Pogorelowa. Die Mütter hatten die Neugeborenen verstoßen und die Jungtiere waren dem Tode nahe. Zoologen kümmerten sich rund um die Uhr um die Kleinen. Jetzt sind die herangewachsenen Tiere gestärkt und lassen die Spezialisten keinen Schritt von sich weg, sie haben sie als Eltern angenommen. Fifa ist vier Monate alt und es ist ihr erster Auftritt vor Besuchern. Sie ist etwas nervös und presst sich an die Zoologin Wiktorija Kostenko. Für die kleine Schimpansin ist sie nichts anderes als die Mutter. Auch wenn sie sich nicht sehr ähnlich sehen, lacht man im Zoo, spricht Wiktorija von Fifa wie von ihrer Tochter. Die mütterlichen Gefühle der Schimpansenmutter der kleinen Fifa wurden offenbar deshalb abgeschwächt, sagen die Zoologen, weil das erwachsene Weibchen einst selbst von der Mutter verstoßen und von Zoomitarbeitern aufgezogen wurde. Anna Rewina, leitende Zoologin der Primatenabteilung des Zoos Rostow geht mit einem drei Monate alten Kapuziner spazieren. Die Unzertrennlichen nennt man sie im Zoo. Der Kleine wurde Feniks genannt. Anna Rewina: Seine Mutter wurde einst von mir aufgezogen. Und natürlich dachte sie, dass die Oma das besser hinbekommt. In der freien Natur wären solche Jungtiere zum Tode verurteilt. Hier gaben Menschen ihnen eine Chance. Doch gibt es die Befürchtung, dass nach einer solchen menschlichen Erziehung die Tiere keine gemeinsame Sprache finden können mit Artgenossen.

dierenparkamersfoort.nl – 28. Sept. 2009
Schimpanse geboren im Tierpark Amersfoort
Vor einigen Wochen wurden unsere Pfleger durch eine Schimpansengeburt überrascht. Sie wußten nämlich nicht, daß Mutter Willy trächtig war. Es ist ein Männchen und hat von den Pflegern den Namen Wingu erhalten. Wingu bedeutet Wolke, wie in ein gesundes Baby [wörtl.: eine Wolke von einem Baby].

safaripark.nl - 3. Aug. 2009
Safaripark stolz wie ein Pfau [wörtl.: wie ein Affe] über heute morgen geborenen Schimpansen
Ein durchschnittlicher Montagmorgen im Safaripark Beekse Bergen nahm am Montag, dem 3. August, eine besondere Wendung. Auf der Schimpansenanlage schenkte Mutter Anne-Clara zum ersten Mal einem Jungtier das Leben. Vater Dirk und einige Ranger waren bei der Geburt anwesend. Nicht nur der Safaripark, sondern auch die Mutter ist -affenstolz-: sie läßt die Besucher jetzt schon vorsichtig ihr Junges sehen. Weil die Ranger des Safariparks noch nicht sehen konnten, ob der neugeborene Schimpanse ein Männchen oder ein Weibchen ist, hat er auch noch keinen Namen. Auf den ersten Blick scheint das Junge gesund zu sein. Der Safaripark Beekse Bergen hat seit 2006 Schimpansengruppen in seinem Bestand. Seit dieser Zeit wurde erst dreimal ein Junges geboren.

rp.pl - 29. Juli 2009
Schimpansenfamilie aus Irland wieder vereint
Robert Rybarczyk. An der Weichsel lebten Mutter und Tochter. Die Großmutter blieb in Irland. Die Vereinsamte fiel in Depressionen und so war es nötig, die Affenfamilie zusammenzubringen. Im vorigen Jahr kamen drei Affen aus Dublin in den Warschauer Zoo: Hannah, Mandy und Lucy. Sie haben sich rasch an der Weichsel eingelebt. Das Problem entstand jedoch auf der Grünen Insel, auf der die 45-jährige Judy, die Großmutter, zurückblieb. Nun flog Judy auf Kosten der irischen Steuerzahler nach Warschau und verlor ihre Depressionen. Ihre Anwesenheit erwies sich auch für unseren Zoo als vorteilhaft. Sie hat belebenden Einfluß auf das Männchen Szymek. Dieses lebt in der Gruppe mit Hannah, Mandy und Lucy. Leider zeigt Szymek keine Zuneigung zu den Partnerinnen, vielleicht, weil er keine Konkurrenten hat. Er interessiert sich nicht für seine Gefährtinnen auf der Anlage. Szymek ist voller -Manneskräfte-, so dass die Mitarbeiter des Zoos vermuten, er müsse Verhaltensstörungen haben. Aber es geschah ein Wunder. Denn die Großmutter gefiel Szymek sehr. Nicht im -erotischen- Sinne, nur im sozialen. Die Gruppe steht die ganze Zeit unter Beobachtung. Vorläufig sieht alles gut aus. Es sieht so aus, als würde Judy die Leitung der Gruppe übernehmen. Am kommenden Donnerstag kommen zwei weitere Affen, noch junge Schimpansen, diesmal aus dem Zoo Gdansk. Die eigentliche Haltung von Schimpansen in Warschau wird beginnen doch erst mit reinrassigen Exemplaren, die aus Westafrika kommen. Die an der Weichsel lebenden Schimpansen sind nicht reinrassig, sie werden sich nicht fortpflanzen.

Britischer Zoo nach Schimpansen-Ausbruch evakuiert

Weil rund 30 Schimpansen aus ihrem Gehege ausgebrochen sind, hat ein Zoo im Nordwesten Englands vorübergehend schließen müssen.

Die Menschenaffen drangen in einen Bereich vor, in dem die Tierpfleger normalerweise ihr Essen vorbereiten, wie die Zooleitung mitteilte.

Die Pfleger hätten die Schimpansen aber wieder einfangen können. Mehr als 5.000 Besucher mussten den Tierpark in Chester nahe Liverpool als Vorsichtsmaßnahme verlassen.

Die Zooleitung entschuldigte sich bei den Gästen für die Unannehmlichkeiten - und bot einen kostenlosen Zoobesuch als Entschädigung an.

Der Zoo in Chester hat nach eigenen Angaben jährlich mehr als 1,3 Millionen Besucher. Auf einer Rangliste der Zeitschrift "Forbes" liegt der Tierpark unter den besten 15 Zoos der Welt.

Quelle: gmx-online 06.07.09

Was macht Bubbles heute?

Erschienen am 02. Juli 2009 t-online.de

Michael Jacksonwar ein großer Tierfreund. Davon zeugt nicht nur sein Privatzoo auf der Neverland-Ranch. Wer erinnert sich nicht an die Bilder von Jackson und dem Schimpansen Bubbles? Es gab eine Zeit, da begleitete der Affe den King of Pop zu vielen Auftritten. Er schlief in einem Kinderbett in Jackos Schlafzimmer, saß beim Essen mit am Tisch und schaute gemeinsam mit seinem Herrchen Filme im hauseigenen Kino. Doch was ist eigentlich aus Bubbles geworden? 2003 hatte ihn der Sänger, der den dreijährigen Bubbles 1985 aus einer medizinischen Tierversuchsklinik gerettet hatte, von der Neverland-Ranch verbannt. Der Sänger befürchtete, dass der Affe seinen gerade geborenen Sohn Prince Michael II. angreifen könnte.

Wie "stern.de" berichtet, lebt ehemalige Gefährte von Michael Jackson in einem Altersheim für Schimpansen. Bubbles ist inzwischen 26 Jahre alt, wiegt über 70 Kilogramm und ist aufgerichtet fast 1,70 Meter groß. Aus dem niedlichen Äffchen von damals ist ein ausgewachsener Schimpansenmann geworden. Wie Patti Ragan, die Leiterin des Affenzentrums, sagt, liegt Bubbles die meiste Zeit faul in seiner Hängematte, hört leise Flötenmusik und spielt mit seinem Kumpel Sam. Er gilt als friedlich und sanft. Die Freundschaft zwischen dem Popstar und dem Menschenaffen inspirierte den Künstler Jeff Koons 1988 zur Fertigung einer lebensgroßen Porzellanskulptur von den beiden. 1991 erzielte das mit Blattgold verzierte Kunstwerk bei einer Sotheby's-Auktion den Rekordwert 5,6 Millionen US-Dollar.


Affe tanzt Moonwalk

Jacksons hatte noch eine lange Zeit Kontakt zu Bubbles gehalten. Er schrieb ihm Briefe und Fotos, auf die der Affe sehr aufgeregt reagierte. Doch allmählich verlor er das Interesse an seinen menschlichen Freund. Brian Oxman, der Anwalt des Sängers, weiß aber, dass Michael es immer bereut hat, den Affen weggegeben zu haben. Erst kürzlich hätte er einen Besuch Bubbles im Schimpansen-Altersheim angekündigt. Dazu kam es nun nicht mehr. Möglicherweise könnte der Affe sogar in Jackos Testament bedacht sein. Und manchmal - wenn er richtig gut drauf ist - soll er sogar den berühmten Moonwalk machen, berichten Angestellte des Tierheims.

segodnnya.ua - 1. Juli 2009
Schimpansenfamilie aus Charkower Zoo braucht "Wohnung"
Die Schimpansenfamilie, die jetzt mit anderen Primaten in Käfigen des Affenhauses untergebracht ist, braucht separate "Appartements". Das wurde im Zoo Charkow (Ukraine) beschlossen. Es wurde auch schon damit begonnen, Geld zu sammeln für den Bau eines Häuschens für die Schimpanseneltern und ihren Nachwuchs. Der Bau beginnt, wenn das nötige Geld zusammen ist. Der Neubau, so rechnet man im Zoo, wird 400.000 Griwna kosten, das ist nach Charkower Maßstäben eine Dreiraumwohnung in Metronähe.

safaripark.nl - 25. Juni 2009
Schimpanse geboren im Safaripark Beekse Bergen
Gestern mittag ist zum zweiten Mal in der Geschichte des Safariparks ein Schimpanse geboren worden. Um 16 Uhr kam in einer der Affenanlagen des Parks ein gesundes Weibchen zur Welt. Eine Schimpansengeburt ist ziemlich einmalig: im Safaripark Beekse Bergen geschah das erst einmal vorher. Voriges Jahr im März kam es bereits zur Geburt eines Männchens, das Stephan genannt wurde. Dieser ist inzwischen ein Jahr alt und seit gestern nicht mehr der jüngste Sprößling der Kolonie. Der Safaripark Beekse Bergen hat seit 2006 Schimpansengruppen in seinem Bestand. Die Schimpansen im Safaripark können ungefähr 50 Jahre alt werden, in der Natur wird das nicht erreicht.


Kleines Schimpansen-Mädchen geboren!

Am 20. Juni wurde in den frühen Morgenstunden ein kleiner Schimpanse geboren. Für die Mutter Vanessa war es bereits die fünfte Geburt und sie kümmert sich fürsorglich, aber auch mit einer gesunden Portion Gelassenheit um ihr jüngstes Kind.
Von dem kleinen Schimpansen war in den ersten Tagen nur ein kleines schwarzes Köpfchen und die langen Arme zu sehen und erst Anfang dieser Woche konnten die Tierpfleger zweifelsfrei das Geschlecht erkennen - ein Mädchen! Der Rest der Schimpansenfamilie ist an dem Neuzugang sehr interessiert, aber bisher durfte nur der ältere Bruder Kume seine kleine Schwester berühren. Er entwickelt sogar echte Beschützerinstinkte und hielt in den ersten Tagen die anderen Familienmitglieder eifersüchtig auf Abstand. Aber die anfängliche Aufregung hat sich schnell gelegt und der mehr oder weniger turbulente Schimpansenalltag ist wieder eingekehrt.
Quelle Zoo-Osnabrueck

zw.com.pl - 8. Juni 2009

Schimpansen-Mischlinge werden keinen Nachwuchs haben
Das ist das neueste Projekt des aus Dänemark stammenden EEP-Koordinators für diese Art. Das teilte die Chefin der Primatenabteilung, Anna Jakucińska, gestern mit. "Die bei uns lebenden Schimpansen sind keine reine Unterart, einfach gesagt: sie sind, genetisch [so etwas wie] Köter. Um eine weitere Entwicklung dieser Linie zu verhindern, planen wir eine Empfängnisverhütung", sagt Anna Jakuciska. Im Prinzip könnte Empfängnisverhütung im Falle unserer vier Primaten unangebracht sein. Denn das einzige Männchen in der Gruppe, der Schimpanse Szymi, empfindet sowieso keine Zuneigung zu den drei Partnerinnen.


8.6.2009 tagesspiegel
Schimpanse beißt Zoodirektor Finger ab

Während einer Führung wollte Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz den Schimpansen Pedro durch die Gitterstäbe füttern. Dabei biss ihm der Affe einen Teil seines Zeigefingers ab. Nun schwebt der Zoodirektor in Gefahr - es könnten gefährliche Keime übertragen worden sein.

Berlin -  Der Direktor des Zoologischen Gartens und des Tierparks, Bernhard Blaszkiewitz, ist am Montag von einem Schimpansen schwer verletzt worden. Pedro, Chef der Schimpansengruppe, biss Blaszkiewitz während einer Führung im Zoo den rechten Zeigefinger ab. Der Finger hing noch an einem Hautfetzen, der Zoodirektor wurde ins Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Marzahn gebracht.

Dort wollten die Experten noch bei einer Operation bis in die Nacht versuchen, den Finger wieder anzunähen. Der Patient schwebe in großer Gefahr, sagt der Chefarzt der Abteilung für Handreplantations- und Mikrochirurgie, Andreas Eisenschenk, dem Tagesspiegel: „Bisse von Affen sind hoch infektiös, die Tiere können Keime übertragen, die für den Menschen sehr gefährlich sein können.“ Gewissheit darüber habe man in 24 bis 72 Stunden.

Der Unfall geschah gegen Mittag, als Blaszkiewitz einen Gast durchs Affenhaus führte.  Bei Gruppenführungen gehen Zoo-Mitarbeiter nie dicht ans Gehege. In so einem Fall, bei einer Einzelführung, machte der Zoochef jedoch eine Ausnahme, reichte Pedro eine Walnuss durchs Gitter – der Schimpanse biss zu.

Im UKB dann wurde Blaskiewitz in Narkose versetzt. Die Fachleute berieten sich intensiv, denn der Finger sei durch den Biss des Tieres „relativ zerstört worden“, sagte Chefarzt Eisenschenk. Dann die Entscheidung: Operation, nicht Amputation, gegen 22 Uhr sollte Gewissheit herrschen, ob die OP erfolgreich war, das Ergebnis aber noch nicht öffentlich gemacht werden. Die Chancen auf Erfolg beliefen sich auf nur 20 Prozent. Eisenschenk: „Nur ein Nervenstrang ist noch intakt, aber das ist der Grund dafür, dass wir versuchen, die Gefäße wiederherzustellen, weil sich Gefühl wieder aufbauen kann.“

Im Büro des Zoochefs hieß es, dieser sei gleich nach dem Biss noch davon ausgegangen, dass er am Dienstag wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren würde.

Der Schimpanse Pedro gehört zu einer Gruppe älterer Affen, die 2003 wegen Platzmangels nach China geliefert werden sollte. Dies passierte aber doch nicht, auch infolge der Proteste von Tierschützern. Nachdem Eisbär Knut dem Zoo Gewinne von gut sechs Millionen Euro einbrachte, konnte die Schimpansenanlage umgebaut werden, mit größerem Käfig, Naturboden und Wasserlauf. Aus Platzgründen gibt es keinen Graben, sondern ein feinmaschiges Sichtgitter. (kög)


dierenparkamersfoort.nl - 12. Mai 2009
Es ist ein "Mädchen"...
Am Sonntag, dem 3. Mai, wurde unter den Augen der Besucher ein Schimpanse geboren! Die 12-jährige Chura ist die stolze Mutter des Kleinen. Unsere Tierpfleger haben dem kleinen weiblichen Schimpansen den Namen Chokoza gegeben. Chokoza ist Suaheli für herausfordern/ necken. Es ist das erste Junge für Chura, aber sie macht es hervorragend. Auch ihr sozialer Status in der Gruppe ist hiermit enorm gestiegen.



odensezoo.dk - 23. März 2009
Geburt eines Westafrikanischen Schimpansen im Zoo Odense
Eines der Schimpansenweibchen im Zoo Odense bekam in der letzten Woche ein Junges. Es ist ihr erster Nachwuchs und zum erstenmal bekam der Zoo Odense ein "rein" Westafrikanisches Schimpansenjunges. Der Vater ist acht Jahre alt und aus dem Zoo Aalborg. Er kam 2007 in die Gruppe im Zoo Odense. Die Mutter ist 16 Jahre alt und kommt aus einer niederländischen Einrichtung. Sie ist seit 2000 in der Gruppe. Die Gruppe besteht aus sechs Weibchen, drei Männchen und dem Jungtier.

brnensky.denik.cz - 19. März 2009

Stadt Brno gibt 25 Millionen Kronen für Schimpansenpavillon
Brno. Der Schimpansenpavillon aus dem Jahre 1964 im Zoo Brno hat eine Sanierung nötig. Der Stadtrat genehmigte am Dienstag Investitionen dafür.

Express online - 19. März 2009

Der Affe greift zur Bio-Waffe
Wehe, wenn sie sauer werden: Im Krefelder Zoo proben die Schimpansen den Aufstand. Der Affe greift zur Bio-Waffe. Es hagelt Kot! Angeführt vom Oberaffen Charly (26), sorgt seine Bande regelmäßig mit einem Kot-Bombardement für Panik und verdreckte Klamotten, aber auch für Lacher unter den Besuchern. Lacher dann, wenn der Nebenmann getroffen wird... Zoo-Tierarzt Dr. Martin Straube: „Die Affen legen sich richtige kleine Munitionslager an. Tun, als wenn nichts wäre, warten geduldig den richtigen Moment ab, und dann geht die Post ab.“ Werfen tun nur die Jungs. Straube: „Sie wollen ihren Rang klarmachen.“ Bevorzugtes Ziel: Alphatierchen – Männer, die sich wichtig machen. Absolutes Lieblingsobjekt: Zoo-Direktor Dr. Wolfgang Dreßen (seine Wäscherei-Rechnung soll ziemlich hoch sein).


mz-web.de, 13.03.2009

Scheidung nach Prügelattacke

Der Schimpanse Unyoro fällt über sein Weibchen Bangi her und beißt ihr einen Finger ab

Halle/MZ.So ein Affentheater im Zoo! Das große Liebes-Lausen im Schimpansenhaus hat ein plötzliches Ende genommen. Affenmann Unyoro, eine Leihgabe aus dem Leipziger Zoo, rastete am Montag aus und fügte seinem Weibchen Bangi schwere Bisswunden zu. "Wir waren völlig überrascht und können uns dieses Verhalten nicht erklären", sagte Zoo-Sprecher Gunter Bigl. Der Schimpansenmann, der aus heiterem Himmel völlig durchgedreht sei, habe sich im Körper des Weibchens verbissen.

"Sie hat mehrere Löcher im Rücken und an den Füßen davongetragen", erzählt der Biologe. Besonders traurig: "Bei der Rangelei büßte unsere Bangi auch ein Stück Finger ein." Trotz schwerer Verletzung sei sie aber außer Lebensgefahr und werde derzeit mit Antibiotika behandelt, so der Affenkurator. Da man sich überhaupt keinen Reim auf das aggressive Verhalten des Affenmannes machen könne, wurde der Schimpanse am Donnerstag unter Narkose an die Universitätsklinik nach Leipzig gebracht. "Hier wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns durchgeführt, um mögliche organische Ursachen abzuklären." Was Bigl nicht verschwieg: Nach der Untersuchung ging es für Unyoro nicht nach Halle, sondern in seine alte Heimat - den Leipziger Zoo. Dies sei erforderlich, da man beide Tiere nicht separat halten könne. "Wir müssen Bangi schützen und ihr den Stress nehmen", erklärte Bigl.

"Unyoro steht bei uns unter Quarantäne, bis die Untersuchungsergebnisse feststehen", sagte gestern Leipzigs-Zoodirektor Jörg Junhold. Diese würden in rund einer Woche erwartet. "Es ist schwierig, Schimpansen aus bestehenden Gruppen zu trennen und an neue Partner und Umgebungen zu gewöhnen", so der Direktor. Er habe gestaunt, dass sich das Eheleben der Affen in Halle so verträglich gestalte. Sein Leipziger Affe sei schließlich kein Mauerblümchen. "Unyoro war auch schon bei uns verhaltensauffällig", so Junhold, der nicht ausschließt, das Tier wieder in seinem Zoo aufzunehmen.

Der sächsische Rabauke war vor rund einem halben Jahr als Ersatz für Schimpansen Satcho gekommen, der 2008 im Alter von 35 Jahren in Halle verstarb und Weibchen Bangi zurückließ. Da Schimpansen höchst sozial sind und in Partnerschaften leben, hatte man damals einen Ersatzmann gesucht. Bangi zog zur Brautschau für kurze Zeit in den Leipziger Zoo und lernte Onyoro kennen. Der sicherte sich als Kavalier rasch einen Platz im Herzen der halleschen Witwe. Dennoch kam es später in Halle anfänglich schon zu Rangeleien.

Haben beide Affen noch eine gemeinsame Zukunft? Oder heißt es wirklich: Klappe zu, Affe tot? "Entschieden ist noch nichts", sagte Gunter Bigl. An erster Stelle steht aber das Wohl der Tiere, in diesem Fall das von Bangi.


gmx, 10.März 2009
Schimpanse plante Angriff auf Zoobesucher
(AFP/cze) - Zukunftsplanung ist eine Eigenschaft, die man eigentlich nur dem Menschen zuschreibt. Doch nun will ein Forscher anhand eines Steine werfenden Schimpansen herausgefunden haben: Auch Primaten planen voraus.

Der Schimpanse Santino im Zoo von Furuvik in Schweden fiel den Tierpflegern durch sonderbares Verhalten auf. Zunächst nur gelegentlich, später aber regelmäßig bewarf er die Zoobesucher mit Steinen.
Der Fall weckte das Interesse des schwedischen Wissenschaftlers Mathias Osvath von der Universität Lund. Er befragte die Pfleger, die das Geschehen über den langen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet hatten, um herauszufinden, was hinter dem aggressiven Verhalten stecken könnte. Seine Ergebnisse, die er nun in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Current Biology" veröffentlichte, legen den Schluss nahe: Der Menschenaffe plante seine Angriffe offenbar im Voraus.
Der Schimpanse hatte sich im Vorfeld nämlich nicht nur ein regelrechtes Arsenal von Steinen angelegt, sondern in seinem Gehege auch scheibenförmige Wurfgeschosse aus dem Zement geschlagen. Die Vorbereitungen habe er seelenruhig vor Öffnung des Zoos getroffen. Später habe er die Munition aus den Verstecken geholt und im Zuge einer aggressiven Machtdemonstration auf die Besucher geschleudert.

Laut der Online-Ausgabe des Magazins "Spektrum der Wissenschaft" fanden die beiden Vorgänge also nicht nur zeitlich getrennt statt, sondern auch noch in unterschiedlichen Gemütszuständen und seien daher ebenfalls ein Hinweis auf die Planungsfähigkeit des Primaten. Zudem habe der 30 Jahre alte Santino die Steine zielgerichtet für seine Angriffe auf die Besucher gesammelt und nicht etwa auf Artgenossen geworfen. Auch habe er keine "Waffen" gesammelt, wenn der Zoo geschlossen war.
"Diese Beobachtungen zeigen, dass Menschenaffen sehr differenziert über die Zukunft nachdenken", schrieb Osvath über den Schimpansen. "Ich schätze, dass sie ihren Alltag weitgehend durchplanen." Ein solches Verhalten sei, abgesehen von einzelnen Begebenheiten, vorher kaum dokumentiert worden.

NEW YORK, 17. Februar (AFP) - Nach einem schweren Angriff auf eine Frau ist ein aus der Fernsehwerbung bekannter dressierter Schimpanse in den USA erschossen worden. Der 80 Kilogramm schwere Schimpanse Travis griff die Freundin seiner Besitzerin Sandra Herold so heftig an, dass sie mit schweren Verletzungen im Gesicht und an den Händen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Herold wurde selbst verletzt, als sie den wütenden Affen mit einem Küchenmesser stoppen wollte. Schließlich rief sie die Polizei zur Hilfe.Zwei Polizisten wurden ebenfalls verletzt, als sie den Schimpansen daran hindern wollten, in ihren Polizeiwagen zu klettern. Ein dritter Polizist erschoss daraufhin das 15 Jahre alte Tier. Der Grund für den plötzlichen Wutausbruch des Schimpansen war unklar. Travis war 2003 durch einen Auftritt in einer Coca-Cola-Werbung bekannt geworden. Der Affe konnte sich alleine anziehen, selbstständig essen, den Fernseher mit der Fernbedienung bedienen und am Computer spielen. Travis war in seinem Wohnort Stamford wohlbekannt, seine Besitzerin nahm ihn überall mit hin.


myudm.ru - 6. Feb. 2009
Neuer Bewohner des Zoos Ishewsk trinkt und raucht gern
Im Zoo Udmurtiens wird dringend ein Spezialist für das abweichende Verhalten Halbwüchsiger benötigt. Der 13-jährige Schimpanse Jascha befindet sich im Übergangsalter und er treibt oft groben Unfug. Jascha wurde geboren und wuchs auf in der Familie der berühmten Tierlehrer Durow, seine Entspannungsmethoden sind völlig menschliche - ein Gläschen Balsam und die Zigarette nach dem Mittagessen. Jascha ist ein Menschenaffe, so daß er sich auf völlig menschliche Art beruhigt. Doch gibt man ihm Alkohol nicht in reiner Form, er wird verdünnt mit seinem geliebten Multifruchtnektar. Wenn das Affenhaus im Zoo fertig ist, wird Jascha eine Gefährtin bekommen. Ihm steht bevor, Anführer einer Gruppe zu werden. Doch wie die zukünftigen Freundinnen sich dazu verhalten, daß ihr Ausgewählter trinkt und raucht, ist unklar. Seine schädlichen Gewohnheiten kann Jascha vorläufig nicht von sich werfen. Er ist überhaupt nicht gewöhnt, auf irgend etwas zu verzichten. Irina Owtschinnikowa, stellvertretende Direktorin für Zoologie und Tiermedizin im Zoo Udmurtiens: "Er ist ein verwöhntes Kind, er ist praktisch handaufgezogen. Dort hat man ihm das Rauchen beigebracht, weil Natalja Durowa selbst rauchte." Im Zoo hofft man darauf, daß das künftige Familienleben den schwierigen Halbwüchsigen Jascha bessert.

Zoo Krefeld, 03.02.09
Todesursache bei Schimpansenbaby geklärt

Angeborener Lungenschaden und unterentwickeltes Kleinhirn. Die Todesursache des kürzlich gestorbenen Schimpansenjungtieres „George“ aus dem Krefelder Zoo ist jetzt geklärt. Das Affenbaby hatte einen angeborenen Lungenfehler, die Lungen hatten sich deshalb nach der Geburt nicht richtig entfalten können. Eine dauerhaft zu geringe Sauerstoffzufuhr war die Folge. Zudem wurde bei der Autopsie im Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt ein unterentwickeltes Kleinhirn festgestellt. Diese Befunde erklären die zurückgebliebene Entwicklung des Affennachwuchses. Vermutlich sind die Erkrankungen auf das hohe Alter der Mutter „Gombe“ zurückzuführen. Bei der Geburt von George war sie bereits 34 Jahre alt. Das entspricht in etwa einem menschlichen Alter von 68 Jahren. Weitere Untersuchungen zu einem möglichen Gendefekt werden noch durchgeführt. Die Ergebnisse erwartet Zootierarzt Dr. Martin Straube in den kommenden Wochen.

maliweb.net - 26. Jan. 2009
Ouolofobougou: Ein Schimpanse verursacht Panik
Das Zähmen wilder Tiere gehört nach wie vor zur Passion einiger Männer. Deshalb kann man nicht selten in den Häusern Affen, Schimpansen unter anderem mitten unter den Menschen beobachten. Diese Zähmung birgt oft Risiken und ist manchmal gefährlich. Das war auch bei dem Schimpansen der Fall, der am Freitag, dem 23. Januar, gegen 11 Uhr, seinen Besitzer gebissen hatte. Mit Bißwunden am ganzen Körper wurde Letzterer in das nächste Gesundheitszentrum gebracht.

dziennik.pl - 21. Jan. 2009
Unterdrückter Affe findet Rettung in Polen
Jakub Chełmiński. Der Warschauer Zoo erbarmte sich und wird eine alte Schimpansin aufnehmen, die von den anderen Schimpansen im Zoo Dublin schikaniert wird. In Warschau hat die alte Dame übrigens schon eine Familie: Tochter Mandy, Enkelin Lucy und die Verwandte Sally. Sie kamen auch aus Irland nach Polen. Die kleine Lucy, ihre Mutter Mandy und Tante Sally kamen im Oktober nach Warschau. Sie bewohnen ein Luxusappartement im neuen Menschenaffenhaus. Sie haben dort einen besonderen Raum, wo sie sich erholen können, und eine 1.000 qm große Außenanlage. So viel Glück hat die 45-jährige Schimpansendame - Mandys Mutter und Lucys Großmutter - nicht. "Die Iren hatten entschieden, sie sei zu alt, um sie auf eine so lange Reise zu schicken. Sie beschlossen, sie in ihre zweite Gruppe einzugliedern", sagt Andrzej Kruszewicz, seit 1. Januar 2009 Direktor des Warschauer Zoos. Und mit der Eingliederung in die zweite Gruppe begannen die Scherereien für das Weibchen. Das Männchen, das an der Spitze der anderen Gruppe stand, erwies sich überhaupt nicht als Gentleman. Notorisch unterdrückte er die alte Äffin. Auch der Rest der Gruppe akzeptierte sie nicht, er folgte dem Anführer. Infolgedessen verbirgt sich das Weibchen im hintersten Winkel der Anlage und verbringt einsam den ganzen Tag, das bedeutet für ein Tier, das in einer Gruppe lebt, großen Streß. Deshalb beschloß der Warschauer Zoo zum erstenmal seit Jahren, ein Tier aus Mitgefühl zu holen. "Unsere Affen sind ihre Familie, sie wird also gewiß in die Gruppe aufgenommen. Die Großmutter eignet sich glänzend als Betreuerin der kleinen Lucy, obwohl wir bei Gelegenheit um eine Altersgenossin für das Jungtier baten, damit die Enkelin mit dieser spielen könnte und nicht die Großmutter zum Spaß quält", sagt Andrzej Kruszewicz. Die Iren gingen gern auf diesen Vorschlag ein und versprachen sogar, den Transport zu finanzieren. Doch muß damit bis März gewartet werden, weil es jetzt zu kalt ist zum Transport wärmeliebender Tiere.


ad.nl - 19. Jan. 2009
Keine Tränen um tote Schimpansen
Amersfoort. Robin Bruinsma. Hinter den Gittern des Innenkäfigs läßt Mike seine Zähne sehen, nicht aus Kummer oder Ärger, sondern zur Begrüßung. Der alte freundliche Chef ist sich dessen nicht bewußt, daß sein Sohn Cees im Dezember 800 km weiter, in München, gestorben ist. Vielleicht vermißt er Sepp, obwohl... Sepp war im Jahre 2007 in den Tierpark Amersfoort geholt worden, damit er sich in kurzer Zeit vorbereitet als Nachfolger von Mike. Das Schicksal schlug zu, Sepp starb ein paar Wochen später. Deshalb kann Mike noch ein Weilchen auf seinem Thron sitzen bleiben. "Mike ist zwar sterilisiert und kann also nicht mehr für Nachkommen sorgen, aber ich würde nicht sagen wollen, daß er mit seinem Latein am Ende ist. Vorläufig hat er das Sagen, wir warten ab, wie Ghafula, ein junges Männchen, sich entwickelt. Er könnte in Mikes Fußstapfen treten", sagt Raymond van der Meer, Kurator (und Biologe) im Tierpark Amersfoort. Cees ging noch im Rahmen eines Austausches nach München, Ghafula und die anderen Amersfoorter Männchen werden nicht umziehen. "Wir werden jetzt die Weibchen austauschen, um so Inzucht zu vermeiden." Der Tod der drei Schimpansen wird natürlich betrauert von den Mitarbeitern, aber niemand liegt deshalb nächtelang wach. "Das gehört zu unserer Arbeit, bei uns leben etwa 1.000 Tiere und da sterben auch mal ein paar. Gefühlsmäßig ist das mit den Schimpansen vielleicht nicht anders als mit einem Vogel, aber man kann sich nicht so lange dabei aufhalten." Raymond van der Meer versteht die traurigen Reaktionen der Besucher. "Sjimmie, ein Weibchen von 42 Jahren, war zu alt, um einen schweren Grippeanfall zu überleben. Ihre Pfleger werden sie sicher vermissen, sie haben sie schließlich jahrelang hautnah erlebt. Sie sind daneben auch so nüchtern und professionell, um diesen [Verlust wegzustecken]. Damit die Tiere so natürlich wie möglich leben können, schränken die Tierpfleger die direkten Kontakte ein. "Anders als mit einem Hund baut man keine feste Beziehung mit den Schimpansen auf, der Tierpfleger wird kein Teil der Gruppe, ein Schimpanse sieht natürlich schon den Unterschied zwischen sich selbst und einem Menschen. Wir kommen auch nicht in die Unterkünfte, das wäre übrigens viel zu gefährlich. Ein erwachsener Schimpanse will schon einmal aus sich herausgehen, sicher, wenn er denkt, daß seine Position bedroht wird, dann hat man wenig Chancen."

telegraaf.nl - 18. Jan. 2009
Drei Schimpansen tot im Tierpark Amersfoort
Amersfoort. Im Tierpark Amersfoort sind in den zurückliegenden zwei Monaten drei Schimpansen gestorben. Das hat eine Sprecherin des Zoos am Sonntag bekannt gegeben. Der Zoo habe die Todesfälle nicht eher in die Öffentlichkeit gebracht, weil es laut Sprecherin schwere Zeiten seien. "Als die Tiere starben, hatte das eine enorme Auswirkung auf die Tierpfleger. Stammbesucher haben natürlich gesehen, daß Tiere fehlen, und die Berichte kursieren jetzt im Internet", so die Sprecherin. Männchen Cees erlag einer Darmentzündung und der ausgeguckte Anführer der Affengruppe, Sepp, starb an Leberschrumpfung. Zu Silvester starb die hochbetagte Sjimmie an Grippe. Laut Zoo haben die Todesfälle nichts miteinander zu tun. Laut Sprecherin ist es zur Zeit ruhig innerhalb der Schimpansengruppe. "Sepp lag tot in dem Gehege und da reagieren die anderen Affen natürlich darauf, aber jetzt haben die Affen ihren Rhythmus wohl wiedergefunden." Mike, der Anführer der Gruppe, ist alt und der Zoo hatte erwartet, daß Sepp seine Macht übernehmen würde. "Da Sepp jetzt tot ist, muß der Thron an jemand anders übergehen. Es sieht aus, als wäre die Rolle zurückgelegt für den Schimpansen Karibuna", so die Sprecherin.


ad.nl - 16. Jan. 2009
Auch Schimpanse Sjimmie tot in Amersfoort
Amersfoort. Das Schicksal verfolgt die Schimpansen des Tierparks Amersfoort weiter. Nach dem plötzlichen Tod der Männchen Cees und Sepp ist zu Silvester auch das betagte Weibchen Sjimmie (42) gestorben. "An einer Grippe", sagt eine Sprecherin. "Sjimmie war schon ziemlich alt und ihr Körper hatte nicht mehr die Kraft, diese Krankheit zu besiegen." Besucher machten sich Sorgen, weil die Pfleger mit Mundschutz in der Anlage gesehen wurden. "Daß ein Tierpfleger mit Mundschutz herumläuft, ist das lediglich aus Vorsorge und wegen der Hygiene. Wenn Tiere krank sind, aber auch wenn die Pfleger erkältet sind, dann ergreifen wir unsere Maßnahmen." Laut Tierpark hat dieser Todesfall nichts zu tun mit dem Tod von Sepp und Cees. Sepp litt an Leberschrumpfung und kriegte eine Lungenentzündung dazu. Ende vorigen Jahres wurde er leblos in seinem Käfig angetroffen. Cees war nach einem Aufenthalt von 28 Jahren in Amersfoort in einen Zoo in München gekommen. Dort wurde er nach einer Woche krank. Weil das Tier unter großen Schmerzen litt, ließen es die Pfleger einschläfern.

Zoo Krefeld, 15.01.09
Schimpansenbaby im Krefelder Zoo plötzlich gestorben

Die Todesursache ist noch unbekannt. Vor wenigen Tagen ist „George“, das jüngste Mitglied der Schimpansengruppe im Krefelder Zoo, plötzlich gestorben. Noch am Morgen sahen die Pfleger das Jungtier normal auf dem Arm seiner Mutter. Nur wenige Stunden später entdeckten sie den leblosen Körper. Nichts hatte auf den plötzlichen Tod hingedeutet. Die Zoomitarbeiter sind entsprechend geschockt über den Verlust des Tieres. „George“ war im September 2007 nach 17-jähriger Babypause von Schimpansin „Gombe“ zur Welt gebracht worden. Zur großen Freude der Zoomitarbeiter kümmerte sich das Weibchen vorbildlich um ihren Sohn und die gesamte Schimpansenfamilie reagierte äußerst positiv auf den Zuwachs. Schon in den letzten Monaten wurde dann aber offensichtlich, dass das Jungtier anscheinend in seiner Entwicklung zurückblieb. Es gab jedoch keinerlei Anzeichen einer ernsthaften, akuten Erkrankung. Immer wieder wurde im Team darüber beratschlagt, ob eine Untersuchung auf einen Gen-Defekt oder eine Missbildung von Organen sinnvoll sei. Das hätte aber bedeutet, die Mutter des Kleinen zu betäuben, um an das Jungtier zu gelangen. Das Zooteam hat sich gegen diese Maßnahme entschieden, da sie sowohl für die Mutter durch die Narkose, als auch für das Jungtier durch die Untersuchungen sehr belastend gewesen wäre. Nachdem Gombe ihren Sohn zwei Tage nach seinem Tod abgelegt hatte, konnte sie wieder zum Rest der Gruppe zurückkehren. Auch in der Natur ist es üblich, dass Mütter ihre toten Kinder mehrere Tage weiter mit sich tragen. Die Mutter-Kind-Bindung ist sehr intensiv und die Weibchen brauchen einige Zeit, um die Änderung wahrzunehmen. Nach Einschätzung der Tierpfleger verhält sich die Schimpansenfamilie nun recht normal. George wird derzeit in der Pathologie des Veterinäruntersuchungsamtes auf die mögliche Todesursache hin untersucht.

ad.nl - 14. Jan. 2009
Mysteriöser Schimpansentod aufgeklärt
Amersfoort. Marcel Potters. Der plötzliche Tod zweier Schimpansen aus dem Tierpark Amersfoort Ende vorigen Jahres ist aufgeklärt. Aus der Untersuchung folgt, daß das Männchen Cees einer ernsthaften Darmentzündung erlag, sein Artgenosse einer Leberschrumpfung. "Er hat sich danach eine starke Erkältung eingefangen, worauf er eine akute Lungenentzündung bekam. Die ist sehr plötzlich aufgetreten. Eines Morgens lag er tot in seiner Unterkunft", erzählt eine Sprecherin des Zoos. Sepp lebte eine Anzahl von Jahren in Amersfoort, Cees war nach einem Aufenthalt von 29 Jahren gerade im Rahmen eines Austausches in den Zoo in München gezogen. Der Affe war bei seiner Abreise kerngesund. In Deutschland wurde das Tier aber nach einer Woche todkrank. Er hatte solche Schmerzen, daß seine Pfleger beschlossen, ihn einschläfern zu lassen. Weil er erst sehr kurze Zeit in Deutschland war, dachten Besucher an Heimweh. "Das steht nicht zur Debatte. Cees war bereits schnell guter Kumpel für die Pfleger dort und die Schimpansenweibchen hatten direkt großes Interesse an ihm." Im Tierpark Amersfoort ist jetzt das betagte Männchen Mike der Anführer der Gruppe, die aus 15 Tieren besteht. "Er ist 43, ein respektables Alter. Beabsichtigt ist schließlich, daß der viel jüngere Karibuna mehr und mehr seine Rolle übernehmen wird." Das bedeutet, daß er auch für junge Affen sorgen muß. "Er ist schon beim Üben, er versucht regelmäßig, die Damen zu decken. Ein Vorteil ist, daß Karibuna in der Gruppe aufgewachsen ist, daher akzeptiert es Mike, daß Karibuna seine Damen �beglückt'. Die Veränderung in der Führung vollzieht sich so auf eine ruhige und natürliche Weise."

opmerkelijk.nieuws.nl - 6. Jan. 2009
Schimpansen zerstören Schneemänner
Die Schimpansenpfleger im Safaripark Beekse Bergen haben am Dienstag Schneemänner gebaut, die sie in die Innenunterkünfte der Menschenaffen gesetzt haben. Die neugierigen Tiere hatten sie aber schnell umgeworfen und zerstört. Der Rest schmelze, sagt ein Zoosprecher. Die Schimpansen können vorläufig nicht nach draußen, weil der Graben zugefroren ist und sie zu den Besuchern kommen können. 


Mitteldeutsche Zeitung - 26. Dez. 2008

HALLE/MZ. Eigentlich war es nur ein Versuch. "Schimpansenbescherung an Heiligabend" - so hieß die jüngste Aktion des Bergzoos. "Wir hatten vielleicht mit zehn, zwanzig Kindern und deren Eltern gerechnet", sagt die Revierleiterin des Schimpansenhauses, Tierpflegerin Cordula Hofmann. Da hatten sie sich ein bisschen verschätzt im Zoo - denn sage und schreibe 200 Besucher wollten am Vormittag des Heiligen Abends dabei sein, wenn Bangi und Unyoro ihre Geschenke auspacken durften.

Nur dabei sein? Ja, und natürlich auch mithelfen, die Geschenke einzupacken. Aber: was würde so ein Affe denn eigentlich auf seinen Wunschzettel schreiben, wenn er denn schreiben könnte. Das wollten Zoo-Mitarbeiterinnen Karoline Albig und Caroline Gärtner zunächst mal von den kleinen Besuchern wissen. Klar: Bananen! Äpfel! Und Kekse!

Kekse jedoch, erklärte Karoline Albig, seien für Affen gar nicht gesund. Nachdem also die grundsätzlichen Fragen geklärt sind, macht sich der Trupp auf den Weg zum Schimpansenhaus - und wer bis dahin dachte, dass die Zahl der Besucher halbwegs überschaubar sein würde, sah sich spätestens dort getäuscht. Im Schimpansenhaus nämlich herrscht bereits ein Trubel wie auf dem Jahrmarkt - da gehen sogar die frechen Liszt-Äffchen, die dort sonst frei herumlaufen, in Deckung.

Einpacken also. Die Kinder drängeln sich um Cordula Hofmann und ihren Kollegen Sven Zeidler. Die wiederum schleppen Kartons, Flaschen, Strohwolle und Geschenkpapier herbei - und natürlich Nahrhaftes: Es gibt Möhren und Äpfel und Erdnüsse. Leichter Neid kommt auf: "Die Erdnüsse hätte ich mir auch gewünscht", sagt der sechsjährige Fabian.

Streng genommen geschieht an diesem denkwürdigen Heiligen Abend gar nichts besonderes im Schimpansenhaus. Denn verpackt werden die Speisen immer - und zwar nach dem Motto: "Die Affen sollten ordentlich was zu tun haben." Das ist Teil der Beschäftigungstherapie.

Bangi und Unyoro warten derweil voneinander getrennt darauf, wieder ins Gehege gelassen zu werden. Die Geschenke stapeln sich, manch ein Gast ist längst schwitzend an die frische Luft geflüchtet. Aber dann ist es so weit: Die Tierpfleger haben die Pakete im Gehege verteilt, in dem übrigens auch ein Weihnachtsbaum steht. "Alle Kinder an die Scheiben!", ruft Karoline Albig. Und Bangi und Unyoro dürfen wieder rein.

Zielstrebig steuern sie auf die ersten Pakete zu, reißen die Verpackung auf und fangen an zu futtern. Das Publikum hat seinen Spaß, und als Bangi mit je einem Paket in jeder Hand und einem weiteren im Maul ein ruhiges Plätzchen sucht, darf man wieder mal staunen über die frappierende Ähnlichkeit von Mensch und Affe.

Zoologischer Garten Halle, 17.12.08
Weihnachtsaktion: Schimpansenbescherung am Heiligabend

Um am Heiligabend die Wartezeit auf den Weihnachtsmann zu verkürzen, lädt der Zoo Halle Familien mit ihren Kindern und andere Interessierte ein, am 24.12.08 um 10:30 Uhr eine weihnachtliche Bescherung für die Schimpansen Bangi und Unyoro vorzubereiten. Dabei können die Kleinen und Großen helfen, das Futter in Kisten mit Holzwolle zu verstecken und in Geschenkpapier zu packen. Sogar einen Weihnachtsbaum dürfen die Kinder mit vielen Affenleckereien schmücken. Spannend wird es, wenn die Schimpansen ihre Überraschungen vor den Augen der Weihnachtshelfer auspacken. Was mögen sie wohl am meisten? Während der Aktion verraten Tierpfleger und pädagogische Mitarbeiter zudem Geheimnisse aus dem Nähkästchen der Schimpansen.

Kalkutta (AFP) — Ein Schimpanse in einem indischen Zoo hat sich für Steinwürfe von Besuchern gerächt, indem er seinerseits Steine ins Publikum schleuderte. Das Männchen Babu wurde im Zoo von Kalkutta beworfen, wie der Direktor des Tiergartens der Zeitung "Calcutta Telegraph" schilderte. Es sei wütend geworden und habe dann selbst Steine auf die Besucher geworfen. Eine Frau und ihre sechsjährige Tochter wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Babu ist in dem Zoo als clever und wehrhaft bekannt: Im vergangenen Jahr erbrach er gemeinsam mit einer Schimpansin das Käfigschloss und entsprang.

Quelle AFP